Wolfgang Bast Gedächtniskonzert
- Badisches Zupforchester

- vor 9 Stunden
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Am 4. Juli 2026 veranstaltete unser Landesverband ein Konzert zum Gedächtnis an Wolfgang Bast, der am 24. Februar 2025 nach schwerer Krankheit verstorben war. Da Wolfgang nicht nur 25 Jahre lang das BZO geleitet hat, sondern auch an der erfolgreichen Entwicklung des WZO und des SZO Anteil hatte, fanden sich Mitglieder aller drei Orchester unter der Leitung von Alexander Becker in Rastatt zusammen, um die Erinnerung an ihren früheren Dirigenten wach zu halten. An dieser Stelle auch von uns noch ein herzliches Dankeschön an die Gitarrenfreunde Rastatt für die Organisation und Verpflegung vor Ort. Und natürlich an Helmut Aichele, der in seinem Nachruf Wolfgangs Lebensstationen auch außerhalb der Zupferszene Revue passieren ließ.
Mit nur einem Probentag zur Verfügung bewältigte Alexander souverän die Aufgabe, einen möglichst homogenen Klangkörper zu formen und ein Repertoire zu erarbeiten, das neben Kompositionen aus der Feder von Wolfgang Bast auch Werke enthielt, die diesem in seinen Programmgestaltungen wichtig waren. So wurde die schon fast programmatische Suite „Für Wolfgang“ von Leopold Mozart, mit der das Konzert begann, im Seniorenorchester (SZO) wohl „rauf und runter“ gespielt. Und Solokonzerte von Antonio Vivaldi brachte er sicherlich nicht nur mit dem BZO immer wieder gern zur Aufführung; in Siegfried Behrends Bearbeitung des Konzerts G-Dur für zwei Mandolinen und Zupforchester brillierten Marius Göhringer und Birgit Wendel. Nicht fehlen durfte natürlich die „Studie 76“, mit deren Taktwechseln Bast vor 50 Jahren viele Zupfer vor eine ungewohnte Herausforderung gestellt haben dürfte. Das „Ständchen“ von Wolfgangs verehrtem Kompositionslehrer Heinrich Konietzny gab Marius Göhringer einmal mehr Gelegenheit, sein Können zu beweisen. Für uns BZOler neu war die Bast’sche Bearbeitung des stimmungsvollen „Ave Maria“ von Vladimir Vavilov, das die Sopranistin Ute Bidlingmaier mit ihrer wunderbar schlanken Stimme mühelos in lichte Höhen hob. Den Abschluss des Programms bildete ein weiterer Evergreen von Wolfgang Bast, das „Divertimento II“ aus dem Jahr 1968, mit dem er spürbar seine eigene Tonsprache gefunden hatte.
Im Publikum waren auch einige der noch lebenden Weggefährten Basts zu entdecken (dies ist nunmal der Lauf der Zeit), darunter Günther Kiefer, zuletzt Konzertmeister im SZO, und der Ehrenpräsident des BDZ Rüdiger Grambow, der extra aus Hamburg angereist war, um seinem langjährigen Pultnachbarn im Deutschen Zupforchester die Ehre zu erweisen. Sie alle forderten eine Zugabe, die, wie konnte es anders sein, der „Gopak“ aus den „Vier Nationaltänzen“ von Kurt Schwaen bildete, aus dem Wolfgang jedes Mal mit Genuss ein Bravourstück für Mandola (natürlich von ihm selbst gespielt) und Zupforchester machte. Doch damit nicht genug: Eine Wiederholung des „Ave Maria“ setzte den würdigen Schlusspunkt hinter ein Gedenkkonzert, das, so die Meinung mehrerer Zuhörer, Wolfgang sicherlich gefallen hätte.
Christopher Grafschmidt
















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