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Das BZO zu Gast in Böblingen 2025

Aktualisiert: 13. Juli

Am Sonntag, dem 29. Juni 2025, spielten wir, das BZO, nach Einladung des Böblinger Gitarrenorchesters ein gemeinsames Konzert in der Paul-Gerhardt-Kirche in Böblingen. Das gastgebende Ensemble empfing uns herzlichst und hatte für ideale Bedingungen für unsere gemeinsame Probe vor dem Konzert in der Kirche gesorgt. Überdies wurden wir mit leckerem Essen - u.a. Zupf(er)kuchen - und Kaffee verwöhnt. Wir danken dem Böblinger Gitarrenorchester sehr für die Einladung und die Organisation dieses schönen gemeinsamen Tages. Großer Dank gebührt ebenso Stefan Strohmaier, der sowohl im Böblinger Gitarrenorchester als auch im BZO spielt und den Kontakt herstellte.

Das BZO spielte unter der wie immer hervorragenden Leitung von Jan-Paul Reinke die erste Konzerthälfte mit einem Teil seines diesjährigen Sommerprogramms (Kurt Schwaen: Abendmusik; Niels Wilhelm Gade: das Allegro Vivace der Noveletten op. 53; Gustav Holst: St. Pauls Suite op. 29 Nr. 2) und konnte das Publikum hörbar begeistern. Durch das Programm führte Christopher Grafschmidt und informierte in gewohnt fundierter Weise über die Stücke. Die moderne Paul-Gerhardt-Kirche eignete sich akustisch hervorragend für die Besetzungen dieses Abends und milderte zumindest etwas die hochsommerlichen Temperaturen, die an einem der bisher heißesten Tage des Jahres allen Spielenden dennoch einiges abverlangten.

Im Anschluss an den Auftritt des BZO wurde der Arnold-Sesterheim-Preis 2025 vergeben: an das Gitarrenquartett Ana Trifkovic, Nicolas Thurso, Louis Lachmann und Sofia Mourgas. Die vier Jugendlichen erreichten wenige Wochen zuvor einen ersten Preis mit Höchstpunktzahl bei „Jugend musiziert“ auf Bundesebene. Unterrichtet wird das Ensemble von Claudia Schwanhäußer (Musikschule Stuttgart), aus deren Gitarrenklasse regelmäßig Preisträger:innen hervorgehen. Das Quartett spielte nach der Laudatio und Preisübergabe durch Birgit Wendel „Comme un Tango“ von Patrick Roux - mitreißend und in hervorragendem Zusammenspiel.

Die Pause des Konzerts ermöglichte weitere Gespräche zwischen uns, den Gastgebenden und anderen Gästen und die erneute Stärkung und (ersehnte) Flüssigkeitsaufnahme am vom Böblinger Gitarrenorchester bereitgestellten Buffet. Die zweite Konzerthälfte gestaltete das Gitarrenorchester Böblingen mit seinem mit „Ein Sommernachtstraum“ überschriebenen Programm und erfreute das Publikum mit Franz Schubert: Sonatine; dem ersten Satz (Allegro giusto) aus Antonio Vivaldis Concerto in D-Dur RV 93; Lars Wüller: The Scarecrow aus „Oz – ein musikalisches Märchen“; Isaac Albéniz: Zambra Granadina (in einem Arrangement des Ensemblemitglieds Alaa Hesso); Andrew York: Lotus Eaters (einem Stück, das Bezug auf eine Episode aus Homers Odyssee nimmt) sowie Orlando de Lassus: Ardant Amour. Das gastgebende Orchester kombinierte die Musik mit Lyrik, Pantomime und szenisch vorgetragenen Texten – alles zum Thema Träume, stellte damit die Musik in Kontext und gab ihr eine zusätzliche ästhetische Ebene.

Das Ensemble spielt ohne Dirigent:in und überzeugt dabei mit Zusammenspiel auf hohem Niveau. Mit dieser Vorgehensweise beschäftigt sich das Böblinger Gitarrenorchester schon länger intensiv (zu lesen ist darüber auf der Internetseite zupfmusik-bw.de unter „Harmonisches Musizieren ohne Dirigent“ in einem Artikel vom Februar 2024). Die musikalische Leitung ohne Dirigat übernimmt seit 2011 Alon Wallach, der im Konzert des 29. Juli auch manche der Beiträge zwischen den Kompositionen solistisch auf der Gitarre begleitete.

Als letztes Stück des Konzertabends spielten das Böblinger Gitarrenorchester gemeinsam mit dem BZO George Gershwins „Swanee“, geleitet vom Arrangeur des Stückes, Christopher Grafschmidt. Hierfür bedankte sich das Böblinger Ensemble bei ihm zum Schluss mit einem Präsent. Auch die Einrichtungen der Stücke von Gade und Holst (wie vieler, vieler weiterer Stücke des Repertoires des BZO) erstellte er, wofür wir ihm sehr dankbar sind.


Am Vortag bis zum Mittag des Konzerttages probte das BZO unter der Leitung von Jan-Paul Reinke in der Landesakademie für Jugendbildung im kaum 20 Kilometer entfernten Weil der Stadt das Programm des Böblinger Abends sowie das weitere Programm der Konzerttour nach Südfrankreich und Nordspanien im September (herzlichen Dank für deren Vorbereitung und auch die sonst unermüdliche Organisation des BZO an Gerhard Wetzel). Auch in Weil wurden wir von Luftmassen aus Nordafrika begleitet und hatten somit bereits eine südlich anmutende Atmosphäre – wie zur Einstimmung auf die bevorstehende Reise.


Philippe Wolter



 
 
 

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